– Presseartikel von Dorothee Dorschel am 01.09.2026 im Odenwälder Boten –
Kunst, Musik, Tanz und Kulinarisches aus Syrien gab es im „zimmer acht & zwanzig“, wohin der Verein NBL (früher Netzwerk Bahnhof Langstadt) geladen hatte. Mit einem „Mini-Festival“ sollte ein Rundumschlag gelingen: einerseits die Vielfalt der syrischen Kultur kennenzulernen und zugleich den Dialog sowie das Miteinander in der lokalen Gemeinschaft zu fördern. So gab es von allem etwas an diesem „transkulturellen“ Abend, der syrische Kunst, Kultur und Begegnung in Groß-Umstadt erlebbar machte. Ein Ziel des Vereins sei schließlich, so war zu vernehmen, auch Fremde, auch von weiter außerhalb und eben auch Kultur von außen nach Groß-Umstadt zu bringen.
Außergewöhnlich gut besucht von überwiegend auswärtigen Gästen war diese Veranstaltung, in deren Mittelpunkt die junge, offensichtlich sehr gut vernetzte Künstlerin Sarah Dergham stand. Die 32-Jährige studiert International Media Cultural Work (IMC) am Mediencampus Dieburg und präsentierte hier nun in einer kleinen Ausstellung eindrucksvolle Fotografien ihrer geliebten Heimat Syrien. „Es ist ein unsicheres Land“, sagt sie unmissverständlich, ebenso deutlich aber drückt sie ihre tiefen Gefühle gegenüber der Heimat aus, die für sie weit mehr bedeutet als Bürgerkrieg, Zerstörung und Leid. Jahrtausende alt die Geschichte, reich die Kultur, atemberaubend schön Landschaft und uralte Architektur. Sie wolle ein anderes Syrien zeigen, so die Künstlerin, als das, was mithin aus den Nachrichten bekannt sei, Einblicke geben in die Schönheit des Landes, Eindrücke der unbekannten Seite Syriens vermitteln, ohne die dunkle auszuklammern.

Menschen aus Syrien und Deutschland sollten hier zusammenkommen und sich annähern. Intensiv gelang auf diese Art eine Auseinandersetzung auf engem Raum – in welchem jeder willkommen war und sich sicher fühlen durfte. Dazu bei trugen feine, hausgemachte syrische Spezialitäten, die fremdartig und so einladend rhythmischen Klänge der Oud, deren virtuoser Spieler die Gäste in den Bann zog, vor allem die sympathische und offene junge Frau, die erst seit einem Jahr in Deutschland lebt. Sarah Dergham gelang es, das für viele unbekannte Land in allen Facetten darzustellen, auf neue und andere Art und Weise zu präsentieren und dadurch, vor allem mit tiefer Liebe, ihren „Sehnsuchtsort Syrien“ nahe zu bringen.
Gefördert mit einem Zuschuss der Bürgerstiftung Groß-Umstadt.







