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Ein Begegnungsraum für alle

– Presseartikel von Dorothee Dorschel am 24.07.2026 im Odenwälder Boten –

Bürgerstiftung will mit „Kunterbunt“ eine Lücke in Groß-Umstadt schließen

Bastelangebote, Gesprächskreise, Workshops, Vorlesenachmittage oder vielerlei andere Aktivitäten sind möglich im neuen „Kunterbunt“. Als neuestes Projekt hat die Bürgerstiftung Groß-Umstadt damit einen Begegnungsraum eingerichtet, der für alle offen und kostenlos zu nutzen sein soll. In den Räumlichkeiten des Kleiderkarussells in der Lise-Meitner-Straße 4 ist Platz für ein solches Angebot. Menschen zusammenbringen und das Miteinander stärken, lautet dabei das Motto.

Der dortige Empfangsbereich wurde bislang nicht optimal genutzt, meint Klaus Dummel vom Vorstand der Bürgerstiftung Groß-Umstadt. Die angemieteten Räumlichkeiten im Erdgeschoss, in denen die Bürgerstiftung mit dem Angebot des „Kleiderkarussells“ sehr erfolgreich Second Hand-Kleidung abgibt, boten offenbar noch Kapazitäten, um einen lange artikulierten Bedarf aus der Bevölkerung zumindest ein wenig abzudecken. „Was fehlt, ist ein Raum“, war und ist schon des längeren ein vielfach geäußerter Wunsch in Groß-Umstadt, ob von Vereinen, Gruppen, Initiativen oder auch Einzelpersonen, die Möglichkeiten für regelmäßige Treffen, kreative Projekte oder neue Formate suchen. Hier ist er nun, ein offener Raum für jede und jeden, mit unverbindlichen Angeboten, der Platz für an die 20 Personen bietet.   

Das Ganze muss noch mit Leben gefüllt werden, habe man sich gedacht, berichtet Karina Helfrich vom Kleiderkarussell, weshalb unter anderem seit einigen Wochen ein gut bestücktes Bücherregal bereitsteht, wo gegen Spende Lesestoff mit nach Hause genommen werden kann.

Musiker Thomas Gebele hat einen Trommeltreff entwickelt, zu dem man sich alle vier Wochen freitags von 15 Uhr bis 17 Uhr einfindet. Anfänger oder Wiedereinsteiger, Jung und Alt, „ein sehr gemischtes Publikum“, trommeln hier, ein Kern von drei bis vier Personen, maximal zehn, es gibt noch Platz zum einfach mal Reinschnuppern. Eine „Anleitung zum Improvisieren“ will dabei der Musiker geben, der auch seine Trommeln kostenlos zur Verfügung stellt. Spenden seien aber durchaus willkommen.

Zum Häkeln und Stricken mit Bettina und Maria kann, wer möchte, weiblich wie männlich, jeden dritten Dienstag im Monat von 16 Uhr bis 18 Uhr vorbeikommen. Ein bisschen Material befinde sich im Schrank für alle, die diese Handarbeit einfach nur mal ausprobieren möchten, bei netten, lockeren Gesprächen, wie es sich die Verantwortlichen vorstellen. „In einer ganz losen Gruppe, jeder kann kommen.“ Ob Anfänger oder vielleicht auch jemand, der Fragen hat, bei der angefangenen Handarbeit vielleicht nicht weiterkommt.

Ein Herzensprojekt ist das Erzählcafé mit Hilde und Monika jeden ersten Dienstag im Monat von 16 Uhr bis 18 Uhr. Das Konzept dabei gleiche einem „Wohlfühlleitfaden“, wie Mit-Initiatorin Monika Müller beschreibt. In einem guten Miteinander würden mehrheitlich Themen ausgewählt, über die gesprochen wird. Genauso wichtig sei dabei Zuhören. „Erzählen, nicht diskutieren, auch mal etwas so stehenlassen und nicht kommentieren. Erfahrungen austauschen und miteinander teilen.“ Nach etwa 45 Minuten gibt es eine Resonanzrunde. Auch hier darf jeder gern dazu kommen.

Eine ziemlich bunte Mischung habe sich bereits ergeben, findet Klaus Dummel. Und es soll so weitergehen. Vielfalt ist hier ausdrücklich erwünscht und soll „Kunterbunt“ zu einem besonderen Ort machen, an dem Menschen zusammenkommen. Alles ist möglich und denkbar in diesem lebendigen Raum für Begegnung.     

Anregungen sind willkommen, wie es heißt. Wer nun Ideen hat und weitere Nutzungsmöglichkeiten zur gemeinsamen Gestaltung vorschlagen möchte, kann sich an die Bürgerstiftung wenden, Mail: kunterbunt@bs-gu.de.

Kunterbunt - Raum für Begegnung, von links nach rechts Thomas Gebele, Karina Helfrich, Dr. Klaus Dummel, Dr. Margarete Sauer und Monika Müller.
Im „Kunterbunt“-Raum, den die Bürgerstiftung Groß-Umstadt kostenlos als Treffpunkt und Begegnungsort für alle Menschen öffnet, stellen Vorstands- sowie andere Mitglieder und aktive Groß-Umstädter das Konzept und Nutzungsmöglichkeiten vor, von links nach rechts Thomas Gebele, Karina Helfrich, Dr. Klaus Dummel, Dr. Margarete Sauer und Monika Müller. Bild und Text: Dorothee Dorschel